Glöggler Wirtschaftsskandal Glöggler Wirtschaftsskandal
Glöggler

Presseartikel zu Gloeggler seit 1975 Buch die Flucht von J. N. Gloeggler
Gloeggler Johann Nepomuk
Kontakt - eMail
download Presseerklaerung
  Kontakt   Presseservice   die "Flucht"    Vitae    Familie   Presseartikel

Johann Nepomuk Glöggler...

Johann Nepomuk Glöggler, Glöggler Konzern

..war einer der erfolgreichsten Unternehmer in der Nachkriegsgeschichte, der vom erfolgreichen mittelständischem Bauunternehmer und Baustoffgroßhändler in Augsburg, Ende der sechziger Jahre in nur vier Jahren die größte deutsche Textilgruppe aufbaute und Großaktionär des Baukonzerns Phillip Holzmann AG war.

Glöggler schrieb ein Stück deutsche Wirtschaftsgeschichte, und das in jeder Hinsicht.

Mit seinem spektakulärem Aufstieg begeisterte er die Medien und Wirtschaftsvertreter, die Ihn gerne als "König Midas" oder "Hans im Glück" benannten. Als einer der ersten "Mittelständler" in Deutschland erkannte er das Potential von Konzernzusammenschlüssen und die Substanzhaltigkeit sogenannter "alter Industrien". Mit einem unbelasteten Millionenvermögen startete Glöggler seinen Aufstieg zum Konzernlenker und Großunternehmer.

Glšggler Konzern, AKS, SWA, HFI, Val. Mehler

Ölkrise 1973 und deren Folgen

Die Ölkrise 1973 und darauf eintretenden Rezession brachten auch die Krise für den Glöggler Konzern, der einen Liquiditätsengpass 1975 meistern sollte um ein erfolgreiches Bestehen zu sichern.

Der skandalöse Zusammenbruch nahm seinen Anfang mit einer angestrebten Staatsbürgerschaft (LFA), die das Bayerische Wirtschaftsministerium vermitteln sollte, zusagte und nicht gewährte. Dann schaltete sich Anton Jaumann (Bayer. Wirtschaftsminister, CSU) ein und strebte eine "Konzernsanierung" an.

Ein vom Wirtschaftsministerium gefordertes "Sanierungskonzept" lehnte Glöggler ab. Um Druck auf Glöggler zu machen, demonstrierten tausende von Arbeitern vor der Firmenverwaltung, mit dem Ziel eine Zustimmung zum Sanierungskonzept zu "erzwingen". Unter dem Druck einer aufgebrachten Demonstrantenmenge, die mit dem Galgen in der Hand johlte "...Glöggler an den Galgen...", wurde J. N. Glöggler die Zustimmung zu einem ihm nicht einmal vorgelegten Sanierungskonzept abgedrückt. J. N. Glöggler gab jedoch die Zustimmung nur unter der Bedingung einer späteren "Genehmigung" des Sanierungskonzepts. Diese Genehmigung wurde nie erteilt. Die Folge war, dass Glöggler entmachtet wurde und sich mit juristisch haltlosen Anschuldigungen konfrontiert sah.

Im Zuge der "Sanierung" wurden Gläubigerbanken unter Ausschluß der Öffentlichkeit nachweislich unter Druck gesetzt um auch dem Sanierungskonzept zuzustimmen.

Sanierung durch Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft

Als Resultat der Sanierung durch die Spitzenbeamten des Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, wurde der Konzern zerschlagen, wertvolle Fabrik- und Immobilienbestände für wertlos erklärt (Nullbewertung), die 32% Beteiligung am dem damals weltweit operierenden Baukonzern Phillip Holzmann, wurde unter Tageswert (!) verschleudert.

Entgegen zahlreicher Pressemeldungen verfügte der Konzern Ende 1975 noch über erhebliches Vermögen. Der Glöggler Konzern war Anfang der siebziger Jahre beim Gerling Konzern für rd. 2 Mrd. DM versichert. Der Schuldenstand zum Zeitpunkt der Sanierung betrug rd. 700 Mill. DM im "worst case". Diesen Verbindlichkeiten standen nachweislich Aktiva in Höhe von circa 1,1 Mrd. DM gegenüber. Nach 11 Jahren (1987) "erfolgreicher" Konkursverwaltung lag die Konkursquote bei 0,14% | Info |. Dies war mit staatlicher Unterstützung eine Schädigung sondergleichen von Aktionären und Gläubigern.

Aber auch Mitarbeiter des Unternehmens waren unter der Regie von Anton Jaumann die Verlierer, der "...Arbeitsplätze sichern wollte...". Anstatt Arbeitsplätze zu erhalten, verloren viele ihren Arbeitsplatz. Mit Beginn der "Sanierung" durch Anton Jaumann (Wirtschaftsminister) wurden Lohnzahlungen eingestellt, Kreditzinsen nicht bestellt und der Konkurs herbeigeführt. Unter Leitung des persönlich haftenden Konzerninhabers Hans Glöggler wurden hingegen noch Löhne und Weihnachstgelder bis Ende 1975 gezahlt.

Im Zuge der "Konkurs Hysterie" flüchtete Glöggler 1976 ins Ausland, während sein Sohn Dr. Axel Glöggler unschuldig 15 Monate in U-Haft verbringen mußte | Info |. Glöggler der den zweiten Weltkrieg erlebte, wußte warum er sich in Sicherheit brachte. Die nachweislichen Bedrohungen gegen Ihn und seine Familie sowie eine gezielt gesteuerte Medienkampagne gaben Ihm keine Chance sich zu wehren.

Es wurden gegen J. N. Glöggler der Vorwurf des betrügerischen Konkurs und Veruntreuung erhoben. Ein diesbezüglicher Haftbefehl wurde nicht verfolgt, obwohl den Behörden den Aufenthaltsort von J. N. Glöggler bekannt war. J. N. Glöggler wurde nie ein betrügerischer Konkurs oder Veruntreuung nachgewiesen.

Bei einem Prozess gegen seinen ältesten Sohn Dr. Axel Glöggler (Finanzchef des Konzern), erklärten sich alle Richter für befangen und der Prozess platzte. Ein neuer Prozess wurde von der Staatsanwaltschaft nicht mehr angestrebt, da sich schon im ersten Prozess gezeigt hat, daß alle gegen Dr. Axel Glöggler vorgebrachten Anschuldigungen völlig haltlos waren.

Schadensersatzklage gegen den Freistaat Bayern

Eine später von Glöggler angestrebte Schadensersatzklage gegen den Freistaat Bayern | Info | wies eine dubiose Sanierung durch das Bayerische Wirtschaftsministerium nach. Richterliche Verfügungen gegen das Wirtschaftsministerium wichtige Dokumente vorzulegen, wurde nicht entsprochen. Circa 85 Beweisanträge der Verteidigung wurden von den Richtern "pauschal" abgelehnt. Zu seinem Recht kam Glöggler nicht.

Aufgrund mangelnder finanzieller Möglichkeiten blieb Glöggler eine zivilrechtliche Klage als Alternative verwehrt.

Bis spät in die 90ziger Jahre kämpfte Glöggler immer wieder für zumindest eine moralische Wiedergutmachung.

Fakten:

  • Glöggler hat in wenigen Jahren einen Konzern mit rd. 1,3 Mrd. DM Umsatz gebildet, nachdem er mehr als 40 Jahre erfolgreich gewirtschaftet hatte
  • Glöggler war stets persönlich haftend als Komplementär der Hans Glöggler KG und Vollblutunternehmer
  • Glöggler hatte bereits vor dem WK II ein Vermögen von einer Million Reichsmark erwirtschaftet und war stets ein erfolgreicher Geschäftsmann
  • Firmenkäufe bis Ende sechziger Jahre wurden überwiegend mit eigenem Vermögen finanziert und nicht wie oftmals behauptet auf "Pump" gekauft
  • Glöggler hat genauso auf Gewinn spekuliert wie andere Unternehmen auch, damals und heute. Im Vergleich zu heutigen Unternehmenszukäufen, brachte er jedoch ein erhebliches eigenes Vermögen ein.
  • Die erworbenen Unternehmen zeigten enorme Substanz an Immobilienwerten auf (lt. Bilanz 1975 ca. 652 Mill. DM/334 Mill. Euro). Davon profitierten die betroffenen Unternehmen noch noch Jahre danach.
  • Trotz intensiver Bemühungen seitens der Konkursverwalter konnte Glöggler weder betrügerischer Konkurs noch Veruntreuung nachgewiesen werden.
  • Unter Betrachtung eines "Worst-Case" Szenario war der Glöggler Konzern nie überschuldet. Das reine Konzernvermögen wies nach Abzug alle Verbindlichkeiten einen Überhang von ca. 300 Mill. DM auf
  • Selbst "Abruchkosten" der Fabriken wurden in den Schuldenstand des Konzerns miteinbezogen um den Wert zu drücken
  • Der Bayerische Staat hat Glöggler widerrechtlich enteignet - ein durch psychischem Druck abgerungenes Sanierungskonzept wurde als Anlaß genommen zur Aussperrung aus dem eigenem Unternehmen. Der Bankier Wechsler, von der Migros Bank Zürich bezeugte eine gezielte Bedrohung und Einschüchterung der Bankenvertreter durch den damaligen Wirtschaftsminister Anton Jaumann, um eine Zustimmung zu seinem Sanierungskonzept zu erzielen.
  • 5 Jahre und 2 vorsitzende Richter wurden benötigt um das Schadensersatzverfahren mit der Begründung einer "Verjährung" abzuschmettern.
  • J. N. Glöggler lebte die letzten Jahre ohne nennenswertes Vermögen, aber gesund, glücklich und aktiv in der Bretagne (F) und im Allgäu (Hopen am See und Füssen)
  • Als moderne und soziale Unternehmerpersönlichkeit in Deutschland hat Glöggler immer auch die Belange seiner Arbeiter im Auge gehabt. Er war ein Mensch der sich durch Erfolg und großem Auftreten gerne definierte, aber er war kein herzloser oder unsozialer Manager. Deshalb widerstrebte Glöggler der Gedanke auch in der schwierigen Zeit von 1975 Kurzarbeit, Lohnkürzungen oder gar Lohnstreichung einzuführen.
Datum der letzten Aktualisierung: October 01, 2013